American Curl
Was hat man mit ihren Ohren gemacht? Sind die immer so? Hat
man es mit Lockenwickler gemacht? Ja, die Ohren sind IMMER
so und nein, es wurden KEINE Lockenwickler benutzt,
um diese außergewöhnlichen Ohren hervorzubringen.
Das nach hinten gerollte Ohr (curled oder gekräuselt) ist
eine natürliche Mutation. Wenn du das erste Mal eine
American Curl betrachtest, bist du von den unverwechselbaren
Ohren überrascht und die Schönheit des Tieres insgesamt
ist beeindruckend. Jeder, der die Curls kennenlernt, macht
sie in Kürze zu seiner Lieblingsrasse. Die seitlich straff
sitzenden Ohren der American Curl beschreiben einen
eleganten Bogen nach hinten, so dass die Ohrenspitzen zur
Kopfmitte zeigen. Ein Geschenk der Mutter Natur in Form
einer genetischen Mutation.
Die erste Curl tauchte 1981 in Gestalt einer Straßenkatze
auf, heute ist die Curl als eine in den Vereinigten Staaten
angestammte Rasse anerkannt. Geschichte An einem sonnigen
Tag im Juni 1981 erschien eine schwarzes Katzenjunges mit
langem seidigem Fell - und einem Paar wenig üblicher Ohren
- vor der Tür von Joe und Grace Ruga. Joe beobachtete das
und beschloss, dass die beste Lösung für diese Straßenkatze
wäre Grace zu bitten, ihr nichts zu fressen zu geben. Grace
hörte nicht auf die Wünsche ihres Mannes, sondern auf die
Stimme ihres Herzens und stellte der kleinen Katze etwas zum
Fressen auf die Veranda. Die liebevolle kleine schwarze
Katze gewann schnell die Herzen der Ruga (besonders das von
Joe) und sie beschlossen, sie Shulamith zu nennen. Das
bedeutet "schwarz aber attraktiv". Und das war der
Anfang der American Curl, wie wir sie heute kennen. Alle
echten American Curl müssen Shulamith, als Begründerin der
Rasse, in ihrem Stammbaum haben. Im Dezember 1981 brachte
Shulamith ihren ersten Wurf von vier Katzenjungen auf die
Welt, von denen zwei die gleichen gekräuselten Ohren wie
Shulamith hatten. Das Ehepaar Ruga setzte sich mit einem
Spezialisten für Genetik in Verbindung, um dieses Phänomen
zu untersuchen. Er bestätigte, dass die so originellen
Ohren ein genetisches Merkmal seien, welches in allen Fällen
vererbt worden sei (ein dominantes Gen) und keinerlei Missbildung
verursache. Eine sogenannte spontane Mutation. Es hatte den
Anschein, dass das für die gekräuselte Ohrenbildung
verantwortliche Gen nur in eine Richtung wirkte.
Akzeptanz Die Züchter begannen mit der Auslesezüchtung und
die Curls debütierten 1983 auf Katzenschauen. Auf diese
Weise hatten die Katzenliebhaber erstmals Gelegenheit,
dieses neue und ungewöhnliche Mitglied in der Welt der
Katzen zu bewundern. Wegen ihrer Abstammung von den
Hauskatzen gibt es die Curls mit langem und kurzem Haar und
für die Schauen werden alle Farben und Zeichnungen
akzeptiert. Die American Curls müssen mit anderen Curls
gekreuzt werden, oder mit einer Hauskatze, die dem standardmäßigen
Typus der Curls sehr ähnelt, außer natürlich in bezug auf
die gekräuselten Ohren. Die Kreuzung mit Hauskatzen erhöht
die genetischen Reserven der Curls und sichert ihnen beste
Gesundheit dank der Mannigfaltigkeit der Erbanlagen. Kreuzt
man Curls, haben normalerweise alle Junge gekräuselte
Ohren. Wenn jedoch eine Curl mit einer Katze mit aufrechten
Ohren, Hauskatze oder andere Curl, gekreuzt wird, so haben
aufgrund der Dominanz des Gens zumindest 50% der
Katzenjungen eingerollte Ohren. Die aus diesen Würfen
stammenden American Curls mit aufrechten Ohren werden für Züchtungsprogramme
sehr geschätzt und sind außerdem ganz außerordentliche
Maskottchen. Eigenschaften und Temperament Die Curls werden
mit aufrechten Ohren geboren, die sich aber zwei bis zehn
Tage nach der Geburt einzurollen beginnen. Das 'Gekräuse'
erfährt noch viele Veränderungen, bis es im Alter von vier
Monaten seine endgültige Form annimmt. In diesem Alter können
die Züchter die Qualität der jungen Katze bestimmen
(Maskottchen, Züchtung, Katzenschauen). Die Katze muss die
Merkmale vorweisen, die allgemein als Standard für die
Rasse festgelegt sind. Dabei ist der Krümmungsgrad der
Ohren ein Schlüsselfaktor zur Bestimmung der Qualität der
Katze: 1. Grad (Maskottchen), 2. Grad (Züchtung) 3. Grad
(Katzenschauen). Letztgenannter Grad, bei dem in einer
eleganten Kurve ein Halbmond beschrieben wird, ist der höchstgeschätzte.
Haarbüschel betonen und verschönern das eingerollte Ohr.
Die American Curl ist mittelgroß, sehr aufgeweckt und von
eleganter Erscheinung. Das Gesicht besitzt einen sanftmütigen
und offenen Ausdruck. Sowohl die kurzhaarigen wie die
langhaarigen Curls haben ein weiches und seidiges Fell, aber
die langhaarige Curl unterscheidet sich insofern, als dass
sie einen wunderschönen buschigen Schwanz zur Schau trägt.
Beide Typen haben eine sehr dünne Wurzelhaarschicht, was
die Pflege der Curls sehr einfach macht - es ist nur das
eine oder andere Durchbürsten und ein gelegentliches Baden
erforderlich. Man muss aufpassen, die Ohrenknorpel nicht zu
beschädigen - die Form der Ohren darf niemals forciert
werden. Die Curls haben ein gütliches und neugieriges
Wesen. Sie sind ganz von 'ihren Leuten' eingenommen und
helfen allen bei den Arbeiten im Haushalt. Herrchen oder
Bekannte werden von ihnen mit freundlichen kleinen
Kopfstupsern empfangen. Zärtlich und intelligent, verlieren
sie doch ihr ganzes Leben nie den Zauber und die Keckheit
junger Katzen. Sie sind nicht sehr 'gesprächig', aber
werden Sie schon wissen lassen, wenn sie etwas brauchen oder
wollen, dass Sie ihnen Ihre Aufmerksamkeit schenken. Die
American Curls passen sich an fast jeden Haushalt an und können
problemlos mit anderen Tieren zusammenleben. Alles in allem
sind sie äußerst liebevoll und vollkommen unwiderstehlich!
Der Preis einer American Curl variiert je nach Kräusungsgrad,
Abstammung, Typus und Zeichnung. Viele Züchter übergeben
die jungen Katzen ihren neuen Herrchen, wenn sie drei oder
vier Monate alt sind. Mit vier Monaten haben nicht nur die
Ohren ihren endgültigen Krümmungsgrad erreicht, sondern
die Katzen sind auch geimpft und körperlich und sozial so
weit entwickelt, dass sie sich an eine neue Umgebung
anpassen können. Zudem ist dies das Mindestalter für ihren
Flugtransport und die Beteiligung an Katzenschauen.
Quelle:
http://www.sarcenet.com/germhist.htm
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