
Die Sexualität der Katzen!
Die Katzenliebe ist ein wichtiges Kapitel in einem
Katzenleben wenn die Katze nicht kastriert oder nur
sterilisiert ist. Vielleicht hat man zuhause eine Katze und
möchte das die Katze Junge bekommt. Dazu sollte man einiges
wissen.
Katzenmädchen werden mit sechs bis neun Monaten
geschlechtsreif, es kann aber auch erst mit einem Jahr sein.
Bei bestimmten Rassenkatzen können die Katzenmädchen auch
früher wie etwa mit einem halben Jahr geschlechtsreif
werden.
Ein Kater kann sehr früh- praktisch schon wenn er noch ein
Katzenkind ist geschlechtsreif werden. Bei Ihm setzt die
Geschlechtsreife ab dem 4 Monat ein, denn ab diesem
Zeitpunkt wird in seinem Körper das Geschlechtshormon
Testosteron gebildet.
Dieses Hormon steuert die Reifung der Geschlechtsorgane und
das typische Paarungsverhalten.
Mit acht bis zehn Monaten lässt sich der Kater auf seine
ersten Liebesabenteuer ein.
Die Rolligkeit:
Die Katze kann zwei- bis dreimal im Jahr rollig werden.
Die Paarungszeit die auch Brunst oder Rollzeit genannt
wird, erleben die Katzen von Anfang März bis Ende September
mehrere Brunstzyklen die zwischen 15 und 21 Tagedauern.
Wenn man noch nicht genau weiß wann seine Katze rollig ist,
erfährt es dann wenn die Katze in den höchsten Tönen
schreit, sie keinen Appetit mehr hat, sie unruhig in der
Wohnung umherstreift und sich immer wieder auf dem Boden
wälzt.
Dabei rollt sie von einer Seite auf die andere und
präsentiert sich ihrem Mensch mit hocherhobenem Hinterteil,
den Schwanz zur Seite weggeknickt. Dazu ruft sie mit lauter
Sehnsucht nach einem Kater.
Auch möchte sie dauernd gestreichelt werden. Das Schreien
klingt oft wie Kindergeschrei und bei manchen Rassen wie bei
den Siamkatzen ist das Geschrei noch schlimmer.
Die Hitzezeit hält ungefähr acht bis zehn Tage an die Katze
ist aber nur vier Tage paarungsbereit. Wird die Katze
während dieser Zeit nicht von einem Kater gedeckt, kann die
Katze bereits drei Wochen später wieder rollig werden.
Somit kann es zu einer Dauerrolligkeit kommen. Das ist für
die Katze aber auch für ihren Menschen sehr unangenehm! Die
Ursache der Dauerrolligkeit besteht darin, das bei der Katze
nur der Eisprung ausgelöst wird wenn die Katze gedeckt wird.
Wird die Katze nicht gedeckt wird der Sexualzyklus
unterbrochen und die Katze kann dauerrollig werden.
Weibliche Katzen kennen keine Wechseljahre, bis ins hohe
Alter behalten sie ihr Fortpflanzungsvermögen.
Die Rolligkeit kann durch verschiedene Methoden verhindert
werden .Es gibt Hormonpräparate in Form einer Pille, es gibt
Injektionen und die Kastration.
Der Kater hat Sehnsucht:
Der Kater verhält sich fast so ähnlich wie die Katze: Ihn
zieht es hinaus auf der Suche nach seiner Traumfrau. In der
Wohnung tobt der Kater herum, er kratzt an Türen und
Fenstern wenn er hinaus gelassen werden möchte und
hinterlässt überall seine Duftmarken. Der Geruch ist äußerst
unangenehm .
Ist der Kater erst mal draußen durchstreift er die Gärten
und Gebiete und versprüht eifrig seinen mit Duftstoffen
angereicherten Urin.
Bei uns im Garten laufen oft mehrere Kater vorbei, weil sie
Ibby riechen. Sie hinterlassen dann ihre Duftmarke. Im
Sommer kam es schon oft vor, das ein liebeskranker Kater vor
unserem Fenster saß und Ibby anbetete, obwohl sie kastriert
ist.
Das ist schon etwas nervig wenn man ständig das
Katergeschrei hört. Wenn das Fenster offen war und Ibby dort
saß, ließ sie den Kater ein Stück näher kommen, fauchte ihn
aber dann lautstark und mehrmals an. Mit Katern hat sich
Ibby noch nie geprügelt.
Da Kater das ganze Jahr über deckfähig sind, versuchen sie
ständig an eine Katzendame zu kommen.
Das Vorspiel:
Die Katze wählt den Kater aus. Es kam schon vor das sich
zwei Kater um die Katzendame prügelten und die Katze dann
mit dem Verlierer davon ging. Bringt man einen Kater zu
seiner Katze in die Wohnung kann es passieren das die Katze
ihn ablehnt. Nun muss man sich nach einem neuen Kater
umsehen.
Obwohl Katze und Kater voller Verlangen sind läuft das
Vorspiel unter strengen Regeln ab. Da die Katze eine
Einzelgängerin ist, ist es schwer so einfach einen anderen
fremden Artgenossen so nahe an sich ranzulassen.
Nähert sich der Kater den sie ausgesucht hast flieht die
Katze vor ihm und wehrt den Kater falls er aufdringlich wird
mit Tatzenhieben ab. Solches Verhalten nennt man
Kokettierflucht, denn die Katze bleibt in seiner Nähe.
Die Katze gebärdet sich wie wild, rollt sich hin und her und
lockt ihn mit ihrem Liebesgesang. Das kann sich mehrere Male
wiederholen denn dieses Verhalten dient dazu das tiefe
Abwehrbedürfnis vor der Paarung abzubauen.
Die Paarung:
Bei Katzen die in Freiheit leben, führen Paarungszeiten zu
heftigen Kämpfen zwischen den Katern weil die Kater ihre
Hierarchie verteidigen wollen. Diese Kämpfe können manchmal
sehr blutig verlaufen.
Nach dem Vorspiel ist die Paarung selbst nur kurz . Die
Katze duckt sich, legt den Schwanz beiseite und macht mit
ihren Hinterbeinen tretelnde Bewegungen. Der Kater steigt
über sie, packt sie am Nackenfell und vollzieht die Paarung.
Sie endet damit das die Katzendame heftig faucht und den
Kater gewaltsam von sich wegstößt.
Nach der Paarung verhaaren Katze und Kater in einiger
Entfernung. Die Katze ist nach kurzer Zeit wieder in
Stimmung und das Ritual beginnt von vorne. Die Katze kann
sich mit mehreren Katern paaren, so das sie Kätzchen von
verschiedenen Katzenvätern auf die Welt bringt.
Die Trächtigkeit:
Ob die Katze trächtig ist, erkennt man erst nach ca. 5
Wochen. Dann fangen die Zitzen an sich rosa zu färben und
aufzurichten. Das umgebende Bauchfell wird dünner. Die
Kätzchen sind jetzt ca. 2,5 cm groß und wachsen sehr
schnell.
Wenn man seine Katze vorsichtig abtastet, kann man die
Katzenbabys fühlen. Doch damit sollte man sich Zeit lassen
um keinen Schaden anzurichten. Die Trächtigkeit dauert in
etwas 63 Tage.
Den Geburtstermin kann man berechnen indem man den ersten
Decktag plus 63 Tage dazuzählen. Schwankungen von bis zu
sieben Tage mehr oder weniger sind durchaus normal. Die
Katze kann pro Wurf bis zu acht Junge auf die Welt bringen.
Eine Hauskatze hat einen größeren Wurf als eine Rassekatze.
Ab dem 32. Tag kann man die Katzenkinder bei dem Tierarzt
auf den Röntgenbildern erkennen.

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